Ich bin Dokumentarfilmerin und interessiere mich in erster Linie für Menschen, Soziales und Kultur. Ich empfinde meine Arbeit als Privileg: Ich trete in Kontakt zu Menschen und erhalte Einblick in Dinge, die einem als Privatmensch verwehrt sind. Daher auch der Name meiner Filmproduktion: "go-in" - hineingehen. Ich muss häufig an Diane Arbus denken, deren Bilder zu den Klassikern der amerikanischen Dokumentarfotografie zählen. Sie sagte ihren Studenten: "For me the subject of the picture is always more important than the picture. And more complicated." Keine Klischees zu reproduzieren, sondern der eigenen Wahrnehmung zu trauen und ihr eine Form zu geben, das versuche ich in jedem meiner Filme und Beiträge.

Seit nahezu 15 Jahren arbeite ich für die Öffentlich-Rechtlichen: zunächst als Regieassistentin für Hörspiele und Features beim WDR, SR und rrb. In dem Job habe ich wirklich vieles gelernt, doch das mit Abstand Wichtigste war das Hören. Nach Abschluss meines Studiums bin ich als Autorin zu Hier und Heute beim WDR Fernsehen gestoßen. Mein absoluter Traumjob. Auch, wenn es die Sendung in dieser Form leider nicht mehr gibt. Und ich als Autorin und Regisseurin auf der Suche nach neuen Redaktionen bin, denen der Alltag normaler Menschen als erzählenswert gilt. Seit gut zwei Jahren bin ich auch für den Deutschlandfunk tätig, primär als Redakteurin in der Online Redaktion. 

Ich bringe ein Hochschuldiplom der Folkwang Universtität der Künste, Essen, mit. Hauptfach: Audiovisuelle Medien. Nebenfach: Fotografie. Unterstützt hat mich in dieser Zeit die Konrad-Adenauer-Stiftung mit einem Studienstipendium. Meinen Bachelor of Arts habe ich in London am Chelsea College of Art and Design gemacht. Studieren, leben und feiern zusammen mit talentierten und hochinteressanten Menschen aus aller Welt - die Erfahrungen aus dieser Zeit prägen mich bis heute.


 

 


 

 

Tina Schimansky, Jens Krange, WDR Dreh 2015, Foto: Schuchrat KurbanovDreh mit WDR-Kameramann Jens Krange, Juni 2015 (Foto: Schuchrat Kurbanov)