Laylas neues Leben, WDR 2015, Tina Schimansky, Kamera: Beate Scherer

Laylas neues Leben

Layla ist Jesidin, Angehörige einer religiösen Minderheit. Sie ist von Shingal im Nordirak nach Deutschland geflohen. Hier ist sie auf sich allein gestellt, was dort, wo sie herkommt, für eine Frau undenkbar wäre. Die neue Freiheit zwingt Layla dazu, selbstständig zu werden. Doch sie vermisst ihre Eltern. Und dass die Jesiden zuhause von der Terrormiliz IS terrorisiert und getötet werden, so wie einer ihrer Brüder, belastet sie schwer. Schließlich erfährt Layla, dass auch ihre Mutter die Flucht nach Deutschland wagen wird.

Hier und Heute Reportage, Länge: 14 Min.

Die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, im Herbst 2015 die deutschen Grenzen zu öffnen, war für Layla und ihre Familie eine überaus glückliche Fügung - und damit auch für meinen Film. Dass Merkels Entscheidung eine "historische" war, war mir in dem Moment nicht klar. Und der Film spiegelt es auch nicht wider. Doch ich finde es schade, wenn die Öffnung der Grenzen von manchen als politischer Fehler und nicht als ein humaner Akt gesehen wird.
Produktion: WDR 2015
Buch und Regie: Tina Schimansky
Redaktion: Emanuela Penev
Kamera: Christoph Köchling, Jens Krange
Schnitt: Said Sefo